Zurück zu Sommergedichten

Sommergedichte zum Mitmachen

Lyrische Post — and the living is easy

Summertime …
Sommergedichte digital zum Mitmachen

Es wurden 53 Texte eingereicht, vielen Dank dafür!

Eingesandte Gedichte

Bettina Alberti hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Zeitengehen

Sommer Draußen sein Planschbecken und Spritzpistole Nach Hause bei Abenddämmerung Freiheit Sommer Lichtlange Tage Locker und leicht Üppiges Grünen und Blühen Lebenslust Sommer Glühende Sonne Kein Lüftchen geht Gefangen in lähmender Temperatur Klimawandel

R. Christoph

Der Sommer ist da

Die Hitze brüllt, es ist so affig heiß. Na dreißig Grad ? - Wer weiß. Der Landwirt hat die Wiese streng gegüllt. Es riecht nicht fein. Die feiste Luft, drückt schwer, selbst kleine Tiere leiden unter dieser sehr. Soeben 'räumt der Grünfrosch eine Fehlgeburt schon ein Man greift zum Glas, fast überläufig abgefüllt, Nur spärlich ist die Haut verhüllt, man pfeift auf Sitte, Anstand, selbst auf rechtes Maß. Die Hitze lähmt, schon fällt das Denken aus und Nonsens kommt da allenfalls noch raus. Doch niemand im geringsten sich dafür denn schämt. Wer spürt es nicht, der Sommer, er ist wirklich da, der Herbst noch fern, gleichsam unnah. Dem Sommerstart drum angepasst dies' Grillgedicht.

Albrecht Thomas

Plan B

Nach Abschluss der grossen Ferien -     Wohnung erklärte der promovierte Architekt und Innendesigner alle   Möbel für               verrückt… (zu mindest erst mal . . .         und rein professorisch)

LoLuSch

Sommerfuge

Körper schlängeln im Gewässer, andere halten einander umschlungen auf Stoff Der Sommer, seine Körper: gleiches Schema blasser Schemen — die Netzhaut, scharfgewetzt beschlägt Im Schleierschwund die Kontur der Haut salztaubenetzt Gischtgewebe und glänzende Schlieren Stoff umschlängelt Körper kaum es schmiegt sich Schaum und schamumsäumt ein alter Schorf am Netz aus glatter Haut, ein Sommerspiel der Anderen, ich bin Kontrast, ganz Schallsubstanz — die Schlinge abseits des Netzes Ich bin nicht aus zu halten

Julian Etzen

Der Sandalismus.

Im Winter wird er förmlich mit Füßen getreten - dagegen öffnen sich ihm       im Sommer Tür und Tor…

LoLuSch

sommer durchlocht

der sommer, hauptsächlich besteht er aus loch, nur manchmal passiert es ja doch, dass etwas tatsächlich passiert, er einfach das loch kassiert für eine äußerst aufregende meldung. zum beispiel: Donald bringt sich zur geltung, indem er sehr glaubhaft beweist, die erde wär bald schon vereist wenn wir nicht mehr fossiles verbrennten was wir als kohle, gas und öl so kennten. die leute sollten mal eher drauf bauen, mehr ihm als seiner gegnerschaft trauen, die da immer was andres sagte, ihm glatt zu widersprechen wagte. Zudem ließ sich mit brennstoffen ganz toll dealen, mit neuen energien den A... bloß verkühlen.

Albrecht Thomas

Sommer im Polargebiet

Ein Eisbär wünscht sich im Schneesturmtal: „Den Sommer erleben, ein einziges Mal!“ Kaum hat er das zu Ende gedacht, weh’n laue Lüfte, milde und sacht. Da wird es grün, da blüht geschwind eine Blumenwiese im Sommerwind. „Nein, wie ist das wunderschön!“ Der Eisbär hat sowas noch nie gesehn. Nahbei in einem gluckernden Moor quakt Sommerlieder der Frösche Chor, und über ihnen, die Schmetterlinge, sind flatterhaft und guter Dinge. Der Maulwurf wühlt nach Herzenslust und fühlt den Sommer in seiner Brust. Es jodeln alle molligen Robben: „Dies Sommerwetter ist nicht zu toppen!“ Auf einmal vermissen die silbernen Fische im piewarmen Wasser die übliche Frische, und Pinguine, in lauwarmen Pfützen, fangen unglaublich an zu schwitzen. Der Eisbär, zwischen zwei Hitzewogen: „Ich bin ja viel zu dick angezogen!“ Bald rufen Pinguin, Robbe und Wal: „Wie war es schön kühl im Schneesturmtal!“

Ute Rohloff

Madeleine Weishaupt hat ein Sommergedicht mit dem Titel „geometriebuch“ als Faksimile eingesandt, das Sie hier finden.

Sünn schient

Sünn schient, warmet Licht. Vör de Döör sitten un geneten. Tofreden ween.

Irmi Dreiskämper

stintenwerder

die mücken fliegen hoofdje picken aus waldgrasnestern aufgestiegen im sinkend licht scheint’s ihr vergnügen und wir, mit antisaft bestrichen durchschreiten freier deren schwärme sie stürzen ran mit sirrgelärme doch keine landet, alle kehren in scharfer wendung fort ins leere und hinterm baumsaum lockt der see

Leonhard Ehlen

Barbara Schleth hat 3 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Helene Kremer hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

meine zeit

meine zeit ist heute meine zeit ist jetzt wozu soll ich warten die segel sind gesetzt sie führen in die freiheit heute, jetzt und hier nur ich selbst entscheide ich vertraue mir ich nehm nur leichtes mit an bord das schwere bleibt zurück verspüre stille Freude am horizont das glück alles ist jetzt offen der sommer liegt vor mir meine zeit ist heute jetzt und hier

TW

sommertag in thy

licht zeigt was der wind vermag in der heide, sommertags beugsam wedeln alle wesen blumen, gräser, ginsterbesen kräuter gehn verhalten wilde rose schwenkt weit aus grüßt mit hagebuttapplaus jedes übt den widerstand gegen beugung letzter hand

Leonhard Ehlen

Sommertiet

Sünnschien warmt Lünken larmt Heven blau Wind man lau Wischen gröön Hunn’nblomen blöhn Wiet un siet Sommertiet

Christl Twenhöfel

Urlaubspostkarte

Mein Liebster, überall hier ist Sand. Am Strand und im Zelt, in meinem Haar. In der Kette vom Fahrrad. Ich wünschte, dass ich Dich bei mir hätte und das Mückenspray auch. Aber schön ist´s am Meer. Ich bin schon braun, sogar am Bauch. Mach`s gut! Und klar doch: Ich liebe Dich auch!

Ulrike Loos

Mittsommermorgen

In meinen schlaftrunkenen träumen treffe ich dich an der schwelle des mittsommermorgens wir tanzen unter buchengrünem himmel in barfüßigem moos sommerblau flüstert sich der tag aus dem see verwebt den gesang von frische ins gefieder zweier schwarzer amseln aus ihren scharfen schnäbeln wachsen eistropfen wir laben unsere heißen münder und gurgeln eisphantasien mit denen wir unsere laken kühlen

Angelika Knaak

Ach, Sommer…

du chlorblaugefliesster Jugendtraum der damals ewig zu währen schien zwischen Capri und Himbi Pommes und -körperduftdurchzogen. Mit deinen unschuldigen so-um- die-fünfundzwanzig umschmeicheltest du einst meine Haut und die begehrenswerte der anderen. Unschuldig, damals, warst du ein Versprechen auf leichtes, einfaches Leben emporgetragen vom Flirren der Hitze. Hinter dir gelassen hast du deine Unschuld übertreibst, was ich so an dir schätzte verwandelst Muße in Angst, Sorge und Zweifel wo einst Sonnenstrahlen trafen, will du heute strafen ? Ach Sommer, du hattest uns wärmend umarmt sanfttemperiert umgarnt freihändig singend das Zirpen übertönend am Nektar des Lebens kosten lassen. Damals. Ach, Sommer !

Reiner Freund

Susanne Beck hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Wolfram Eckloff hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Ü 40

Die Hitze zieht uns die Schuhe aus, lange Hosen, Hemden und Socken. Aus der Haut (nicht fahren), doch auch noch hinaus, dann sind wir, trotz Schwüle, trocken. Wir sehnen uns ein Schwimmbad herbei, das Meer, ein Eis, den See ... und nähmen, bekommen wir all das nicht, zur Not vielleicht auch Schnee.

Andreas Noga (außer Konkurrenz)

@andreas_noga

Andrea Schatz hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Margitta Heinemann hat 3 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Am Strand

Füße im Sand Welle rollt heran Rauschen umfängt Nur Wasser und Wind Über dir blau Düne sandgrau Sonne im Spiegel zum Horizont Wärme umfängt Liegen gedrängt Gedanken ersteh’n Zeit zu geh’n

Ulrich Wolf

LOLUSCH hat einen Prosa-Text (außer Konkurrenz) eingesandt, die Sie hier finden.

Wellen wogen

Wind weht von der See aufs Land Wellen wogen vom Meer zum Strand Immer stärker springt die Gischt Steigt noch höher, Turm erlischt Leuchtturm erloschen, zu hoch die See Wellen wogen, kein Strand, nur Meer

Ulrich Wolf

WENN WIR LEBEN

Wenn wir leben, springt im Sommer ein Fisch aus dem Wasser und wieder hinein. Vielleicht nur aus Freude – doch was heißt im Sommer schon »nur«?

Andreas Noga (außer Konkurrenz)

@andreas_noga

Ruth Rousselange hat 3 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Georges de Brouillard hat 2 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Erdbeerminze

Ein kleines Pflänzlein hier am Ort weckt Assoziationen da und dort Von kühlem Eis und holdem Kuss von Erdbeerminzlimonade welch ein Genuss! Von fröhlicher Geselligkeit mit Sonnenhut und Sommerkleid Mit Gespräch und überschwänglichen Gedanken mit ruhigen Momenten und Kraft tanken

Elisabeth Oltzen

Am Ende eines Sommers

Ich gebe zu: Da fehlte mir die Kraft, Die letzte Leidenschaft. Und was geschah, Geschah Ganz ohne meinen Willen. Das Unabänderliche, Des Lehrers schärfste Waffe, Entzaubert nun die Sinnlichkeit Und alles,was ich war. Und trotzdem Zuckt das Tanzbein noch. Und dennoch Spiel ich mit Gedanken, Die Lichtgeburten gleichen.

Andreas Oltzen

Warten

Ich warte auf den Sommer obwohl er mich bereits umzingelt seine Hitze träge dahinfließt während tausend Ideenflausen darauf warten aus meinem Kokon der Reglosigkeit auszubrechen Die meinen inneren Sommer bereits beleben ich weiß Bescheid es gäbe so viele Dinge umzusetzen in diesem Sommer der hoffentlich einen langen Atem hat um mich aus meiner Lähmung ins Tun zu bringen während ich weiß es wird derselbe Sommer sein an dessen Ende ich mir sage welche Fülle er doch gebracht hat Fülle, auf die ich gewartet habe

Andrea Schatz

hitzehalluzinationen

ein pferd summt vorbei der laptop gurgelt der fernseher kläfft windböen lallen ein kind klappert die spülmaschine bremst ein auto quengelt der nachbarhund dröhnt die zeit erleidet einen hitz schlag stolpert und schlägt lang hin

Renate Meier

in den tag hinein blühen

mit argwohn betrachte ich den klatschmohn am straßenrand wie er sich verschwendet wie er mich blendet mit seinem feuerroten gewand meint wohl er könne heute alles geben und wovon will er morgen leben ist das nicht viel zu riskant den tag so arglos zu beginnen nicht zu fragen, was zu gewinnen sein könnte, sondern nur, in wessen hand am nächsten morgen die samen liegen werden?

Helene Kremer

Monika Petzold hat 3 Sommergedichte eingesandt, die Sie hier finden.

Das Blatt

Kapitel 1 Es rollt sich zart mit einem verschämten Hinweis auf sich selbst. Es hat sich gefiedert, zerglättet, entfaltet... ... streckt seine biegsamen Streben ins Blaue weit über den Horizont. Stützt sich auf zweigendes breites Vertrauen. Grazil und gekonnt deutet es mitten ins Himmelsgesicht, dehnt sich selbst erklärend bis zum Zenit. Entsaftet den Boden, saugt schattend das Licht, zieht milchigen Dunst in sein Wohngebiet. Ein geädertes Netzwerk im Meer von Giganten maschenhaft kommunizierend, denn durch langlinige Kanäle und Ritzen wechseln stumm verfasste Inhalte Besitze. Sie erflüstern ein Hoch auf die Blattkronen in der Sprache des Sommers, in Klimazonen. Kapitel 2 Du tunkst deinen Finger ins Sirupfass. Du langst in die Süße des Jahres. Der pflanzliche Sud aus den triefenden Gründen versickert in hohläugig lugenden Pfründen des kleidsamen Nimmersatt. Die Warmzeit treibt Blüten, oft grell und auch krass verblättern die Farben, vergilbt alles Gras. Zum Gipfel, zum Abgrund, wer findet die Spur? Die menschliche Kunst ist ganz eigner Natur und wendet mit Leichtsinn das Blatt.

Hanna Bürger

Sondermeldung

Erdbeben im Herzogtum Lauenburg! Ausgelöst durch einen tonnenschweren Findling, der einer Bewohnerin im Herzen des Herzogtums vom Herzen fiel.

Angelika Asmus, Müssen

Sommer

Sommer Regen Natur Ruhe Erlebnisse Eis Sonne Erholung Garten Nachtigall Lebensqualität Tomate Erdbeere Entspannung Glück Kinderlachen Neugierde Endlos Sommer

Elisabeth Bartels, Klempau (ohne KI-Unterstützung geschrieben)