Making Of: Storm – Das Meer – die Geister – DU! auf Gut Segrahn

(Foto: Berodt)
(Foto: Berodt)

Ein Genuss für junge Füchse …

Frank Düwels Art, junges Musiktheater zu inszenieren, zieht jedes Jahr neben gestandenen Profis aufstrebende Künstler an, die sich in den anspruchsvollen Produktionen profilieren wollen und dabei auch noch enormen Spaß finden. Einer der jungen engagierten Spieler im Ensemble von „Storm – Das Meer – Die Geister – Du!“ ist der Franzose Paul-Louis Lelièvre (links), der an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg studiert. Als diabolischer Bühnenmusiker fungiert Henning Petersen (rechts), der dort eben sein Diplomstudium abgeschlossen hat. „Das ist genau das, was ich machen möchte“, sagt er zur Storm-Aufführung. „Musik, Theater, Gesang und Tanz auf der Bühne verbinden und meine eigene Erfahrung dafür einsetzen.“ (ea)

(Foto: Berodt)

Ein Geschenk für alte Hasen

Auf der Bühne sind sie Gegenspieler, bei den Proben befeuern sie sich gegenseitig: Schauspieler  Wolfgang Häntsch und Musiker Henning Petersen haben sich vergangenen November erstmals bei einer Probe getroffen. Das Publikum kennt ihn aus dem Hamburger Musical „Rocky“, zahlreichen Film- und Fernseharbeiten sowie als Eisernen Kanzler aus der früheren KulturSommer-Produktion „Bismarck und sein Förster“: Schauspieler Wolfgang Häntsch (links) ist schon zum dritten Mal dabei. „Das Stück ist etwas ganz Besonderes, auch diese Art von Theater“, sagt der Profi. Nur selten werde Theater heute so sehr für das Publikum gemacht wie im KulturSommer. Die Anforderungen an alle Mitspieler seien hoch, berichtet Wolfgang Häntsch aus der Probenarbeit. „Doch wie sich alle im Team diesen Herausforderungen stellen – da ziehe ich den Hut!“ (ea)

(Foto: Berodt)

Ein Gesamtkunstwerk fürs Publikum

Der Fiedler, eine Figur aus Storms Novelle „Immensee“, schafft im Stück die Atmosphäre, trägt die Dichtung Ton für Ton, verdichtet mit mit Klang das Geschehen und Gefühl. Christoph Willibald Glucks „Reigen seliger Geister“ aus „Orfeo ed Eurydice“, Franz Schuberts Lied „Wir saßen so traulich beisammen“ aus „Die schöne Müllerin“ und das von Klaus Groth getextete Volkslied „Lütt Matten, de Has‘“ gehören zu diesen musikalischen Momenten. Ein Zusammenspiel, das wunderbar funktioniert und durch Zuspielung langsam bewegter Naturaufnahmen visuell beeindruckend abgerundet wird. Selbst Hausherrin und Theaterfreundin Ilsabe von Bülow sieht dem “zu erwartenden Gesamtkunstwerk“ mit größter Spannung entgegen. (ea)

(Foto: Berodt)

Ein Impuls für die eigene Fantasie

Storm war nicht nur in Husum, sondern in vielem Menschlichen zu Hause: in der Liebe, in Sehnsucht und Heimat, in Tod und Verlust, in Erinnerung und Beschwörung, in der Erfindung (s)einer Welt. Die Storm-Inszenierung bringt in diesem musikalischen Theater diese sechs Aspekte als Szenen auf die Bühne. Zu merken, dass der Dichter so viel mehr zu bieten hat als die Schullektüre „Schimmelreiter“, oder „Pole Poppenspäler“, inspiriert die Spieler ungemein. In Verbindung mit dem besonderen Ort auf dem Land und der modernen Präsentation hat gerade Storms spannende Lyrik unter den jungen Spielern viele Freunde gewonnen. Einen Sondereinsatz für die Presse hatten auf Gut Segrahn (v. li.) Harald Günther, Wolfgang Häntsch, Katja Schwarz, Henning Petersen und Paul-Louis Lelièvre. Mit einer Passage aus der Szene „Tod und Verlust“  machten sie das Zusammenspiel von Worten, Musik und Spiel deutlich. (ea)

(Foto: Berodt)

Eine Premiere im Viehhaus Segrahn

Hier beim Fototermin auf Segrahn sind es nur ein paar Menschen - bei den Aufführungen am 8. und 9. Juli wirken 26 Spieler mit. Sie kommen von der Hochschule für Musik und Theater und vom Lichthof-Theater aus Hamburg. Einige stehen zum ersten Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten können. Andere bringen mehr als 20 Jahre Spielerfahrung aus der freien Lichthof-Bühne mit, deren Arbeit erst kürzlich mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde. Nach der Premiere im KulturSommer am Kanal wird „Storm – Das Meer – die Geister – DU!“ im Herbst noch öfter zu sehen sein: beim international besetzten Storm-Jubiläum im September in Husum, danach im Oktober im Lichthof-Theater. (ea)


Container-Hafen der Sinne

Die Eröffnung Kultursommer am Kanal 2017 entsteht

Ein Festival der Möglichkeiten

Mitwirkende des „Container-Hafens der Sinne“. (Foto: Antje Berodt)

Am 1. Juli wird der Menzer-Werft-Platz in Geesthacht zum großen Anleger für den „Container-Hafen der Sinne“. Seit vielen Wochen bereiten sich die Teilnehmer auf das fünftägige Inklusionsfestival zum Auftakt des KulturSommers am Kanal 2017 vor. Viele Gruppen und Unterstützer haben sinnbildlich ihre Segel gesetzt und sind unterwegs zu diesem Hafen, in dem das große Fest gefeiert wird. Sinnes-Container zum Riechen, Hören, Sehen, Schmecken und Tasten bringen Information, Spaß, Erkenntnis und gmeinsames Erleben. Mit einem bunten und überraschenden Programm werden Aktive aus der ganzen Region zeigen, welche fantastischen Ausdrucksformen aus Kreativität entstehen können. Den Besuchern spült das Festival dabei eine Woge an neuen Erfahrungsmöglichkeiten an Land – und wenn das eine oder andere Vorurteil über Bord geht: umso besser. Freuen Sie sich auf ein Festival der Möglichkeiten – ohne Einschränkungen. (ea)

Immer der Nase nach …

Kulturmanagerin Susanne Krüger mit Wohlgerüchen. (Foto: Antje Berodt)

Duft ist etwas sehr Persönliches – verbunden mit individueller Prägung und Erinnerung. Gerüche wecken Emotionen und entscheiden unbewusst, aber wirkungsvoll mit über Menschen und Dinge, die wir mögen oder nicht. Rund 40 unterschiedliche Menschen präsentieren im Riechprojekt der Louisenhof GmbH, was sie in wochenlanger Geruchsrecherche herausgefunden und eingefangen haben – über das Essen, Landwirtschaft und Werkstatt des Louisenhofs, das persönliche Parfum und Blumen. Was riecht gut für einen selbst und für alle? Überraschendes Ergebnis: Lavendel und Rose sind die „Renner“ unter den Wohlgerüchen, wie Kulturmanagerin Susanne Krüger (Foto) verrät. Wenn Sie sich davon inspirieren lassen oder Ihren persönlichen Lieblingsduft herausfinden möchten, besuchen Sie den Sinnescontainer Riechen – und folgen Sie einfach Ihrer Nase! (ea)

Mit viel Gespür …

Kunst zum Fühlen und...
... Botschaften in Braille-Schrift.
(Fotos: Antje Berodt)

Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen, lehrte uns Saint-Exupéry. Hände und Gehör springen ein, wenn wir nichts sehen können. Wie blinde und sehbehinderte Menschen Zugang finden zu Büchern und Kunstwerken, erfahren Sie im Sinnescontainer Tasten. Darin zeigen das Staatliche Museum Schwerin und das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow erstaunliche Wege, Bilder zu erfassen. Lernen Sie die Braille-Schrift kennen und „punkten“ Sie damit mal auf ganz andere Art. Lassen Sie in Workhops ihre Hände Gegenstände erkennen – und nehmen Sie neue Vorstellungen von der kleinen und großen Welt mit nach Hause … (ea)

Pure Lebensfreude

Mit Bewegung, Stimme und Instrumenten der eigenen Lebensfreude Ausdruck zu geben – daraus entstehen Musik und Tanz. Sie gehören zu den ältesten intuitiven und künstlerischen Ausdrucksformen der Menschheit. In Gemeinschaft wird das Ganze noch viel schöner, weil die Rhythmen vereinen, die Partner sich inspirieren und die Spontanität angefacht wird. Zu einer gemeinsamen Performance treten am Eröffnungsnachmittag die Cajon-Trommler der Waldschule und die Cheerleader-Gruppe der Hachede-Schule an. Mit großem Vergnügen und überspringender Energie haben sie unter der Leitung von Musiker Kurt Buschmann ihre Vorführung für das große Eröffnungsfest eingeübt. Toitoitoi! (ea)

Die Cajon-Trommler der Waldschule und die Cheerleader-Gruppe der Hachede-Schule. (Foto: Antje Berodt)

Das gesamte Programm und alle TeilnehmerInnen des Container-Hafens der Sinne vom 1. bis 5. Juli finden Sie auf unserem Folder zur Erröffnung des KulturSommers am Kanal hier zum Download.


Beat `n` Dance – Eine Nacht am Meer

 

Auch in diesem Jahr ist Beat `n` Dance erneut Teil des KulturSommers am Kanal und trägt den verheißungsvollen Projekttitel „Eine Nacht am Meer“. Großartige Kunstwerke zur Nacht am Meer, in welche die jungen Künstler ihre ganze Energie und Kreativität investiert haben, warten darauf gehört und gesehen zu werden. Beat `n` Dance verspricht eine Live-Show voller Erlebnisse. Dabei steht nicht nur die Performance mit Musik und Tanz im Vordergrund des Abends, sondern auch die Präsentation der selbst entwickelten Inhalte durch die Jugendlichen und dem Team in Licht und Video, auf und hinter der Bühne.

Von ersten Planungsentwürfen bis hin zum Auftritt erleben alle Beteiligten immer wieder unglaubliche Momente auf dem Weg vom Rohling bis zu einem kleinen Meisterwerk. Jeder ist engagiert, neue Ideen zu entwickeln und zu diskutieren, um den Auftritt zu etwas ganz Besonderem zu machen. 

Stets lässt sich bei den Episoden von Beat `n` Dance merken, wie viel Freude die Künstler bei der Show haben. Für eine gewisse Zeit sei es, als habe man  eine neue Familie gefunden, bei der man gerne seine Zeit verbringt und kreativ sein kann. So lernt man sich während der gemeinsamen Probenzeit nicht nur kennen, sondern kann am Ende auch davon sprechen, neue Freunde auf und neben der Bühne gefunden zu haben. Für die Mitwirkenden ist besonders die letzte Phase vor der Veranstaltung die spannendste und intensivste des Projektes, welche allen den letzten Rest aus der Reserve lockt. Spätestens am Tag der Show ist diese jedoch wieder aufgefüllt und so lässt sich die Energie der letzten Wochen auf der Bühne erleben.

Beat ´n´ Dance ist nun schon seit mehreren Jahren ein unverzichtbarer Teil des KulturSommers und macht diesen erst perfekt. Ein großes künstlerisches Erlebnis, bei dem Entwicklung und Heranreifen der Künstler spürbar werden. 

Stattfinden wird  Beat ´n´ Dance auch in diesem Jahr im Rathaus Schwarzenbek am Sonntag den 9.Juli um 20 Uhr. Karten sind für drei Euro an der Abendkasse erhältlich. 


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